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3. Juni 2016

 

Nachhaltigkeitstag an der Hochschule Esslingen

 

Im Rahmen der baden-württembergischen Nachhaltigkeitstage hatte das Studienzentrum für Nachhaltige Entwicklung der Hochschule Esslingen unter der Leitung von Prof. Dr. Hermann Knaus am 3. Juni zu einem großen Symposium eingeladen.

 

Nach den Grußworten folgten Impulsvorträge, in denen die Chancen und Risiken der Windenergie in Baden-Württemberg aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wurden.

 

Unter den Referierenden waren auch Vertreter des WindForS-Forschungs-Clusters. So sprach Prof. Dr. Po Wen Cheng vom Lehrstuhl für Windenergie der Universität Stuttgart zum Thema „Technologisches Entwicklungspotential bei der Windkraftnutzung in der Region“. Prof. Cheng betonte angesichts der umfassenden technischen Möglichkeiten und dauernden Weiterentwicklung der Windenergienutzung, dass ein Ausbau der Windenergie in der Region letztlich mit der Akzeptanz in der Bevölkerung steht und fällt.

 

Die Professoren Knaus, Würslin (beide an WindForS beteiligt) und Neuburger erläuterten die „Aktivitäten der Hochschule Esslingen in aF&E sowie Lehre“ So hat Prof. Knaus zur Nutzung der Windenergie im hügeligen und bergigen Gelände der Schweiz geforscht. Und die Göppinger Professoren Dr. Rainer Würslin und Dr. Martin Neuburger stellten ihr neues Forschungsprojekt „Windy Cities“ vor.

 

Dr. Till Jenssen vom baden-württembergischen Umweltministerium und Mitglied des WindForS-Beirats gab in seinem Vortrag mit dem Titel „Energiewende und Windenergie – Bilanz und Ausblick für Baden-Württemberg“ einen Ausblick insbesondere zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

 

Anton Kaifel vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung, zeigte auf, welche Rolle die Windenergie bei einer 100prozentig auf erneuerbaren Energien setzende Energieversorgung spielen könnte.

 

zur Mitteilung der Hochschule Esslingen

 

19. Dezember 2016

 

Verbundprojekt WINSENT zur Realisierung des WindForS-Testfelds gestartet

 

Innerhalb des Verbundforschungsprojekts WINSENT arbeiten die WindForS-Institutionen des Karlsruher Instituts für Technologie, der Universitäten Stuttgart und Tübingen, der TU München, der Hochschule Esslingen und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gemeinsam an der Realisierung des WindForS-Testfeldes. Das Verbundvorhaben ist in drei Teilvorhaben untergliedert, der detaillierten mikroklimatischen und meteorologischen Charakterisierung des Testfeldstandortes, der Vorbereitung und Modifikation der eingesetzten Windenergieanlagen, sowie der Aufbau und Betrieb des Testfeldes. Koordiniert wird das Vorhaben vom ZSW, welches auch den späteren Betrieb übernehmen wird. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert die Realisierung des Testfeldes im Vorhaben WINSENT (FKZ 0324129A-F) mit einer Fördersumme von rund 10,4 Millionen Euro. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg fördert das Vorhaben zusätzlich mit 1,2 Millionen Euro.

 

Offizielle Pressemitteillung | Pressemitteilung als PDF | Informationen zum Testfeld

 

1. Februar 2016

 

Verbundvorhaben TremAc gestartet

 

Wieviel Lärm machen Windkraftanlagen?

 

Windkraftanlagen verursachen Schall und Erschütterungen. Wie beides zusammenhängt und besser prognostiziert und gesenkt werden kann, erforscht das Verbundvorhaben TremAc

 

Windenergie soll einen entscheidenden Anteil am erneuerbaren Energiemix der Zukunft haben. Innerhalb des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Forschungsvorhabens TremAc soll deswegen die Planung, Entwicklung und Akzeptanz von Windkraftanlagen verbessert und objektive Kriterien für deren Emissionen entwickelt werden. Hierfür erforschen die Experten eines bundesweiten Verbunds im Zuge von TremAc das Zusammenwirken akustischer und seismischer Schwingungen von Windkraftanlagen und planen, ein Rechenmodell zu erstellen, das beide Emissionen abbildet.

 

„Wir wollen die gesamte Wirkungskette von der Anlage bis zum Anwohner nachrechnen“, erklärt Theodoros Triantafyllidis, Koordinator des Verbundvorhabens TremAc und Leiter des Instituts für Bodenmechanik und Felsmechanik am KIT. In TremAc soll dabei eine  Modellierungskette die Rechenmodelle für alle schwingenden Anlagenteile und die Umgebung zusammenführen, also drehende Rotorblätter, Triebstrang, Gondelaufhängung und Turmstruktur, Fundament und Baugrund mit verschiedenen topographischen Geländeformen sowie Luft bis hin zu nahe gelegenen Wohngebäuden und Arbeitsstätten.

 

Die Wissenschaftler wollen Schwingungen, die sich in der Atmosphäre als akustische und zugleich im Untergrund als seismische Wellen ausbreiten, an einer einzelnen Windenergieanlage und in einem Windpark messen und die Rechenmodelle damit validieren. Parallel dazu sollen Anwohner mit Hilfe umweltmedizinischer und –psychologischer Fragebögen interviewt und subjektiv empfundene Beschwerden mit objektiven Messungen in Gebäuden in Beziehung gesetzt werden. Die Emission und Wahrnehmung von Geräuschen ist bislang zumeist isoliert betrachtet worden. „Dies greift jedoch zu kurz, um zu verstehen, warum Anwohner über Belästigungen durch Windkraftanlagen klagen, auch wenn die vorgeschriebenen Pegelwerte eingehalten werden und Menschen physiologisch gar nichts mehr hören dürften“, betont Triantafyllidis.

 

Die im Rahmen des Projektes zu entwickelnden, gekoppelten Rechenmodelle sollen helfen, Emissionen von geplanten Windkraftanlagen besser zu prognostizieren und in Abhängigkeit von Anlagenleistung, Entfernung zur Wohnbebauung und Topographie realistische Grenzwerte zu definieren und kontinuierlich zu überprüfen. Zudem wollen die Ingenieure die Wechselwirkungen zwischen einzelnen Anlagenkomponenten unter die Lupe nehmen, die Ursachen für die Emissionen erkunden und technische Lösungen zur Minimierung des Körper- oder Luftschalls entwickeln. Nicht zuletzt sollen durch die Zusammenarbeit von ingenieurtechnischen und humanwissenschaftlichen Experten die Beurteilungskriterien objektiviert werden.

 

Das Verbundvorhaben TremAc (Objektive Kriterien zu Erschütterungs- und Schallemissionen durch Windenergieanlagen im Binnenland) wurde initiiert vom süddeutschen Forschungscluster WindForS und wird von 2016 bis 2019 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Partner sind das Karlsruher Institut für Technologie, die Universität Stuttgart, die Technische Universität  München, die Universität Bielefeld, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Firma Mesh Engineering aus Stuttgart. Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen werden das Forschungsvorhaben ergänzen.

 

Näheres zu den Projektpartnern finden Sie hier.

 

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